Der vollständige Wiener Donauturm mit der 60 Meter langen Regenbogenfahne der AGPRO im Juni 2001

Unsere Geschichte · seit 1998

Vernetzen. Sichtbar machen. Verändern.

Von zwölf Gründungsmitgliedern zu einer österreichweiten Plattform für schwule und queere Männer in Wirtschaft und Arbeitswelt.

© Robert Jaeger

Warum AGPRO entstand

Beruflicher Austausch – ohne Verstecken.

1998 suchte Günther Moser mit einem Inserat in der Zeitschrift „Connect“ schwule Unternehmer, die sich beruflich vernetzen wollten. Zwölf Männer gründeten daraufhin AGPRO. Oliver Kaiser wurde erster Obmann; Manfred Wondrak und Günther Moser gehörten dem Gründungsvorstand an.

Was als geschütztes berufliches Netzwerk begann, entwickelte sich zu einer öffentlich sichtbaren Stimme für Vielfalt in Wirtschaft und Arbeitswelt. AGPRO verband von Anfang an persönliche Begegnung, Business-Networking und gesellschaftliche Verantwortung.

Meilensteine

Was gemeinsam möglich wurde.

Die Gründung

Der Verein startet mit zwölf Mitgliedern. Ziel ist ein professionelles Netzwerk, in dem sexuelle Orientierung und berufliche Identität nicht gegeneinander ausgespielt werden müssen.

Ein Regenbogen über Wien

Für die EuroPride befestigt AGPRO eine 60 × 6 Meter große Regenbogenfahne am Donauturm. Sie hängt vom 1. bis 30. Juni und wird im Beisein von Gilbert Baker, dem Schöpfer der Regenbogenflagge, eröffnet.

Wissen und neue Partnerschaften

Der AGPRO-Forschungspreis fördert wissenschaftliche Arbeiten zu LGBTIQ+ in Wirtschaft und Arbeitswelt. Aus der Initiative „AGPRO sucht eine Schwester“ entstehen die Queer Business Women.

Dialog mit Politik, Wirtschaft und Wissenschaft

Zum zehnjährigen Bestehen findet ein Festakt im Parlament statt. Gemeinsam mit QBW entstehen der Unternehmenspreis meritus, der LGBTI-Beirat der Wirtschaftskammer Wien und mit IBM das LGBT Business Forum.

Offene Formate, zwanzig Jahre Wirkung

Die AGPRO Lounge macht das Netzwerk regelmäßig für Interessierte zugänglich. 2018 blickt AGPRO mit einer Jubiläumsveranstaltung auf zwei Jahrzehnte Engagement zurück.

Gemeinsam unter Pride Biz Austria

AGPRO und QBW bündeln gesellschaftspolitische Projekte unter dem Dach von Pride Biz Austria. 2023 diskutiert ein Symposium im österreichischen Parlament „25 Jahre LGBTIQ+ im Business“. 2024 wird der Forschungspreis zum 14. Mal vergeben.

Die Aufgabe bleibt

Rechtliche Fortschritte allein schaffen noch keine offene Arbeitskultur. AGPRO vernetzt, stärkt und ermutigt schwule und queere Männer, ihre Perspektiven sichtbar einzubringen.

Menschen tragen die 60 Meter lange Regenbogenfahne der AGPRO bei Budapest Pride
Die 60 Meter lange AGPRO-Regenbogenfahne bei Budapest Pride 2009. © Gudrun Stockinger

Eine Objektbiografie

60 Meter Sichtbarkeit.

Die Fahne wurde zum stärksten visuellen Leitmotiv der AGPRO-Geschichte: ein weithin sichtbares Zeichen, das Wien mit der europäischen Community verband.

60 × 6 m

Im Juni 2001 hing die damals als größte Regenbogenfahne Europas bezeichnete Fahne vier Wochen lang am Donauturm.

Wien → Köln

Im Oktober 2001 überreichte AGPRO die Regenbogenfahne an die Organisator:innen der EuroPride 2002 in Köln und gab damit das weithin sichtbare Symbol an die nächste europäische Pride-Stadt weiter.

Wien → Budapest

2005 wurde die Donauturm-Fahne bei der Wiener Regenbogenparade getragen. 2009 stellte AGPRO sie für Budapest Pride bereit, wo sie an der Spitze des Demonstrationszugs sichtbar war.

Was daraus entstanden ist

Vom Netzwerk zur Infrastruktur.

Berufliche Öffentlichkeit

AGPRO schuf einen Raum, in dem Mitglieder Erfahrungen teilen, Kontakte knüpfen und im Berufsleben sichtbar sein können.

Wissen für die Arbeitswelt

Forschungspreis, Publikationen und Dialogformate etablierten sexuelle Orientierung und Vielfalt als Management-, Personal- und Forschungsthema.

Dauerhafte Kooperationen

QBW, meritus, Business Forum, WKW-Beirat und Pride Biz Austria zeigen, wie aus einem Netzwerk langfristige Strukturen entstehen.

Zugang und Dialog

Veranstaltungen im Parlament, der Besuch in der Hofburg und Gespräche mit Spitzen aus Politik und Wirtschaft dokumentieren den Weg zum anerkannten Gesprächspartner.

Die Geschichte geht weiter

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